Thema Merino-Wolle

Wie angekündigt, berichte ich heute über den Beitrag in der Konsumenten-Sendung Kassensturz, der mich sehr beschäftigt hat und schlussendlich dazu beigetragen hat, dass ich das Thema Umwelt in meinem Blog eingehender behandle.

In der Sendung vom 7. März 2017 wurde unter anderem über die Zucht von Merino-Schafen berichtet. Diese Schafe haben um den After herum Hautfalten, in welche Fliegen ihre Larven ablegen. Um dies zu verhindern, werden den Schafen diese Hautfalten einfach OHNE NARKOSE weggeschnitten!
Ich finde es einfach unglaublich entsetzlich und himmeltraurig, dass es Menschen gibt, die auch nur auf die Idee kommen, so etwas zu machen. Für mich ist das total unverständlich.


Screenshot: Kassensturz

Screenshot: Kassensturz


Hier findet Ihr die ganze Sendung und ausführlichere Infos zum Thema: Klick

Ich selber habe das vorher nicht gewusst; abgesehen davon, trage ich so oder so nichts aus Wolle. Wolle kratzt und juckt...

Habt Ihr davon schon mal gehört?


PS: Die beiden Fotos wurden mir freundlicherweise vom
Schweizer Fernsehen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Einmal mehr: Palmöl

Beim Thema Umweltschutz kommt man um das Thema Palmöl nicht herum. Die meisten von Euch werden diese Problematik kennen. Um auf grossen Plantagen immer mehr Ölpalmen anzubauen, werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt und viele, zum Teil jetzt schon bedrohte Tierarten wie Orang-Utan oder Sumatra-Tiger, verlieren dadurch ihre Lebensgrundlage sowie auch Menschen werden von ihrem Land vertrieben. Abgesehen davon hat das Abholzen von Regenwäldern auch einen negativen Einfluss auf unser Klima.

Vor ungefähr zwei Monaten bin ich im weltweiten Netz zufällig auf eine Studie des WWF gestossen. Darin wurde berechnet, was passieren würde, wenn sämtliches Palmöl durch andere Öle, z.B. Kokos- oder Sojaöl ersetzt würde. Die Erkenntnis aus dieser Studie lautet, dass es noch viel schlimmer wäre, wenn Palmöl durch andere Öle ersetzt würde!

Palmöl ist ein sehr gutes und günstiges Öl und bringt im Verhältnis zur Anbaufläche einen grösseren Ertrag als andere Öle. Wenn wir also Palmöl durch andere Öle ersetzen würden, bräuchten wir dafür viel mehr Anbaufläche!




Mich hat das sehr zum Nachdenken gebracht und für mich bedeutet das, dass wir unsere Umweltprobleme nicht lösen können, indem wir das eine Öl gebrauchen und das andere Öl vermeiden. Sondern wir müssen uns einschränken, generell weniger Ressourcen verbrauchen. Wir müssen viel bescheidener leben, nicht so verschwenderisch, wie es heute üblich ist. Eine andere Lösung gibt es nicht!

Die genannte Studie sowie ein Bericht der TV-Sendung Kassensturz, über den ich im nächsten Beitrag berichten werde, haben mich dazu veranlasst, das Thema Umweltschutz und alles, was dazu gehört, noch ernster zu nehmen und hier darüber zu schreiben.

Im Blog-Beitrag des WWF könnt Ihr noch mehr Details erfahren: Klick

Hier geht es zur 92-seitigen Studie: Klack

Ein neues Thema...

...wird in meinen Blog aufgenommen. Ein Thema, welches jedem am Herzen liegen sollte. Wie soll ich es nennen: Umweltschutz, Nachhaltigkeit, weniger Plastik, Tierschutz, weniger Chemie, gesünder oder bescheidener leben, mehr selber machen, DIY, Upcycling, Hausmittel? Ich fasse es mal unter dem Label "Umwelt" zusammen, da gehört ja eigentlich alles dazu.

Umweltschutz war mir schon immer wichtig. Bereits in der Primarschule hatte ich einen Lehrer, der uns die Wichtigkeit dieses Themas bewusst machte. Damals - Ende 60er-, Anfang 70er-Jahre - sprach noch niemand von Umweltschutz und so neumödischem Zeugs.

Mittlerweile gibt es viele Blogs zu diesem Thema und vieles hat englische Bezeichnungen bekommen (z.B Zero Waste); ein gutes Mittel, um das Thema salonfähig zu machen. Unsere Erde ist dankbar dafür.

Ich beabsichtige nicht, mein ganzes Leben von einem Tag auf den anderen komplett umzustellen. Aber ich möchte doch in vielen kleinen Schritten meinen Beitrag zu einer besseren Welt leisten und hier darüber berichten. Vielleicht kann ich ja jemanden damit anstecken.

Ich habe schon viele Punkte im Kopf, die ich hier behandeln möchte.

Hier ein Bild von etwas, was ich in diesem Zusammenhang zum ersten mal probiere. Was könnte das wohl sein?




In ein paar Wochen werde ich es hier auflösen. Ich bin selber schon ganz gespannt...

Diesmal kein Seifenbuch

Ich möchte Euch wieder mal eines meiner Bücher zeigen. Diesmal ist es kein Seifenbuch, sondern es beinhaltet 160 Rezepte für Naturkosmetik und kostete ganze Fr. 5.99 (Schnäppchen!).



Das Buch hat 142 Seiten und ist von Brigitte Bräutigam, einer bekannten Verfasserin auch von Seifenbüchern. Es enthält interessante Informationen über Naturkosmetik im Wandel der Zeit, eine Einführung in die Herstellung der Rezepte sowie eine Beschreibung der hygienischen Herstellungspraxis. Und selbstverständlich viele (!) Rezepte: Hautcremes für verschiedene Hauttypen, Bodylotionen und Körper-, Hand- und Fusscremes, Wirkstoffseren, Gesichtsmasken, Deodorants, Sonnenkosmetik, Wellnessbäder, Badesalze usw.

Ich möchte Euch daraus als Beispiel eine Zutatenliste zitieren für eine Handcreme:

Phase A
  • 10 g abgekochtes, destilliertes Wasser, auf 30°C abgekühlt
  • 3 g Glycerin
  • 2 g D-Panthenol
  • 8 g Weingeist
  • 0,2 g Xanthan transparent 
Phase B
  • 5 g Babassuöl
  • 3 g Aprikosenkernöl
  • 3 g Jojobaöl
  • 2 g Squalan
  • 4,5 g Xyliance
  • 2,5 g Tegosoft MM
  • 3 g Mangobutter
  • 2 g Isopropylmyristat
  • 2 g Vitamin-E-Acetat
Phase C
  • 48 g abgekochtes, destilliertes Wasser
Phase D
  • 2 Tr. Milchsäure
  • 20 Tr. Euxyl K 700
  • 14 Tr. ätherische Öle

Vielleicht denkt Ihr das selbe wie ich, wenn Ihr diese lange Liste anschaut. Für mich jedenfalls sind das viel zu viele Zutaten, die ich kaufen müsste. Von jeder Zutat benötige ich eine winzige Menge und der Rest verdirbt. Für den Privatgebrauch sind diese Rezepte meiner Meinung nach nicht geeignet. Dennoch zweifle ich nicht daran, dass die beschriebenen Rezepte gut wirksame und hochwertige Produkte ergeben.

Das Buch wird mir dennoch gute Dienste leisten. Es beinhaltet nämlich auch ein umfangreiches Rohstoffregister. Dieses beschreibt viele Pflanzenöle, Emulgatoren, Wachse/Fettalkohole, Pflanzenbutter, Gelbildner, Wirkstoffe und Tenside. Ferner enthält es eine Übersicht darüber, welche ätherischen Öle geeignet sind für die verschiedenen Hauttypen. Im Anhang finden sich auch noch Bezugsquellen sowie weitere hilfreiche Internetadressen zum Thema. Und zu guter Letzt gefallen mir auch die vielen wunderschönen Abbildungen.